Übernahme mit Bravour bestanden und zukunftsfähig gemacht

proDresden e.V. gratuliert der Firma Rink zum neuen Firmensitz

Das hätte Eberhard Rink gut gefallen. Mit einem Fest feierte sein Unternehmen am Kindertag die Einweihung des neuen Firmensitzes in Coschütz-Gittersee. Dazu waren die Partner und Kinder der Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer eingeladen. Rink, dem selbst eigene Kinder versagt blieben, war dennoch ein Familienmensch. Neben seinen berühmten Kalender mit beeindruckenden Tieraufnahmen, brachte er jedes Jahr auch Kalender für Kinder mit einheimischen Vögeln heraus. Gemeinsam mit seiner Frau Dagmar hatte er 1. Juni 1977 sein Unternehmen gegründet und sich zu DDR-Zeiten schnell den Ruf als „Spülkastenkönig“ erarbeitet. Nach 1990 entwickelte er aus dem Klempnerbetrieb ein Dienstleistungsunternehmen. Dazu gehörte ein Rundum-Service für ein großes Wohnungsunternehmen. So feierte die Eberhard Rink Sanitär Heizung Elektro GmbH & Co. KG auch den 42. Geburtstag.

Zu den Gästen und Gratulanten zählte Birgit Monßen. Die Geschäftsführerin von proDresden e.V. erinnerte daran, dass Eberhard Rink zu den Gründungsmitgliedern von pro Dresden gehörte und den Verein zehn Jahre lang bis 2009 als Vorstandsvorsitzender leitete. „Zwischen dem Unternehmen Rink und unserem Verein existiert ein langjähriges Vertrauen. Deshalb sind auch wir stolz auf die ausgezeichnete Entwicklung des Unternehmens“, sagte sie. Nach Rinks Tod 2011 erbten seine beiden Mitarbeiter Sylvia Börner und Mirko Leubert das Unternehmen. Sie machten nun mit dem Neubau wahr, wovon bereits der Chef, wie sie Rink nennen, träumte. Auf dem Grundstück an der Pforzheimer planten und bauten sie den zweistöckigen Firmensitz. Ohne Grund und Boden  haben sie rund 2,7 Millionen Euro investiert. Für Birgit Monßen steht fest: Sylvia Börner und Mirko Leubert haben die Herausforderungen seit der Übernahme der Firma mit Bravour bestanden. Das zeige sich ganz deutlich beim Neubau im Gewerbegebiet Coschütz/Gittersee.

Die Mitarbeiterzahlen blieben stabil, wie zu Zeiten von Eberhard Rink arbeiten im Unternehmen 86 Männer und Frauen, acht davon sind Auszubildende. Der Jahresumsatz betrug im vergangenen Jahr 6,3 Millionen Euro, das ist fast eine Million mehr als vor zwei Jahren. 

Sylvia Börner hatte 1996 als Auszubildende bei der Firma Eberhard Rink begonnen und später berufsbegleitend studiert. Rink vertraute seiner Kleenen, wie er sie nannte, schon zwei Jahre später die gesamte Buchhaltung an. Mirko Leubert, ebenfalls seit 1996 im Unternehmen, kümmerte sich als Abteilungsleiter um alle technischen Belange. „Ich war es gewohnt, strategisch zu arbeiten, habe meist auf Augenhöhe diskutiert, aber letztlich entschieden“, erzählte er. Früher gab es noch den Chef, jetzt müsse er darauf drängen, dass gemacht wird, was er sagt. Seine Geschäftsführerkollegin ergänzte: „Wir wollen mit den Mitarbeitern die Firma führen. Aber am Ende tragen wir die Verantwortung. Man kann es nicht allen recht machen.“  Bei einem Unternehmercoach haben sich die jungen Chefs Unterstützung geholt. Das habe ihnen geholfen, mutig und selbstbewusst zu entscheiden und betriebswirtschaftlich zu handeln. Zu den Neuerungen gehörte auch ein modernes Design. „Ihre Zufriedenheit ist unser Handwerk“, ist seit einigen Jahren als Leitspruch auf allen Rink-Fahrzeugen zu lesen. Dahinter steht der Servicegedanke und die Verlässlichkeit. Das sind Dinge, auf den die Firma immer gebaut hat. Parallel wurden Erreichbarkeit und Qualitätsmanagement verbessert.

ProDresden-Geschäftsführerín Birgit Monßen ist davon überzeugt, die neuen Geschäftsführer haben das Handwerksunternehmen zukunftsfähig gemacht. Die Gäste beim Einweihungsfest scheinen ihr Recht zu geben.

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