Messe Dresden baut aus

Am 15. Oktober, so hat es Messe-Geschäftsführer Ulrich Finger beim Wirtschaftsstammtisch von proDresden im Juni angekündigt, beginnt der Bau eines Glasdaches. Damit wird der Innenhof des Messegeländes im Ostragehege überdacht. So sind 1.500 Quadratmeter witterungsunabhängig nutzbar. Geht es nach den Vorstellungen der Messe, soll der Schweinedom, wie das frühere Heizhaus genannt wird, saniert werden. Vor den Wirtschaftsvertretern verwies der Messe-Chef auf fehlende Parkplätze. „Wenn die Flutrinne unter Wasser steht, sind wir baurechtlich nicht erschlossen“, sagte er. Abhilfe könnte ein Parkhaus mit 500 bis 600 Stellplätzen, angebunden an die Halle 4, bringen. Mit ihm würde zugleich auch zusätzliche Hallenfläche entstehen.

Sehr ausführlich stellte Finger die Entwicklung der Messe Dresden dar. Nachdem Volkswagen 1998 seine „gläserne Manufaktur“ errichten wollte, musste ein anderer Standort für die Messe gefunden werden. 18 wurden näher untersucht, am Ende bleiben zwei: Der denkmalgeschützte Schlachthof im Ostragehege und eine Fläche in Kaditz/Mickten. Die Entscheidung im Stadtrat fiel mit 36 zu 34 Stimmen. Mitte Februar 1999 wurde der Grundstein für die Messe auf dem ehemaligen Schlachthof gelegt. „Gleichzeitig mit der Übergabe der Baugenehmigung. In der Rekordbauzeit von acht Monaten ist dann die Messe entstanden“, erinnerte Finger. Es wurde einer der schönsten Standorte in Deutschland. Ein Messegelände mit Ziegeldächern gibt es sonst nirgends. Allerdings sei die Lage auf einer Halbinsel Fluch und Segen zugleich. 2011 wurde die Messe mit einem Kongresszentrum erweitert und die das einstige Schlachthofhotel „Börse“ saniert.

Die Konkurrenz im Messe- und Kongressgeschäft ist groß. Trotz aller Schönheit lasse sich die Messe Dresden weder mit den Top-Standorten wie Frankfurt, München und Hannover noch mit der 2. Liga wie Berlin und Leipzig vergleichen. In der 3. Liga, vergleichsweise mit Städten wie Karlsruhe und Erfurt, halte sie sich aber gut und hebe sich deutlich von der 4. Liga wie Magdeburg, Chemnitz und Rostock ab.

Klassische Verbrauchermessen werden in Zukunft weiter an Bedeutung verlieren. Finger spricht von einer „Eventisierung“ und nennt als Beispiele die „Room & Style“ sowie „Soielraum“. „Wir müssen uns was einfallen lassen, schmecken, riechen, anfassen, das kann das Internet nicht bieten.“ Das Messegeschäft mache am Gesamtumsatz nur noch ein Drittel bis die Hälfte aus. Kongresse und Veranstaltungen nehmen an Bedeutung zu.

Finger dankte den Unternehmern für deren Unterstützung und bat sie, sich weiterhin für den Standort Dresden einzusetzen. Dazu zählen auch bessere Verkehrsanbindungen.

Zum Aufgabenbereich der Messe Dresden gehört auch das Schloss Albrechtsburg.

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