Entwicklung Dresdens zum erfolgreichen Standort der Biotechnologie

Jahr 2005 von besonderer Bedeutung

Die größte und erfolgreichste Konferenz dieser Art in Europa, die BIO Europe Partnering Conference, veranstaltet von der E.B.D. group, findet vom 07.-09.11.2005 in der Landeshauptstadt Dresden statt. Bereits zum 11. Mal treffen sich internationale Entscheidungsträger aus Biotechnologie, Pharma-Industrie und Finanzwelt, um in one-on-one Meetings über Investitionen und Zusammenarbeiten zu sprechen. Neben diesen international sehr beachteten Gesprächen bietet die Konferenz Workshops, Unternehmenspräsentationen und Expertenrunden zum umfangreichen Austausch der neusten Informationen der Branche.

Nicht zuletzt dem Engagement von Stadt und Freistaat ist es zu verdanken, dass diese wichtige Konferenz in die Landeshauptstadt geholt werden konnte. Dresden unterstützt dieses wichtige Meeting und verfolgt damit das Ziel, die Biotechnologie in der Region zu fördern und zu einer erfolgreichen Standortkompetenz auszubauen, konsequent weiter.

Die Biotechnologie in Dresden ist ein junger dynamischer Zweig der wirtschaftlichen Entwicklung. Die internationale Bedeutung beruht vor allem auf einer hervorragenden Forschung mit dem Schwerpunkt "Molecular Bioengineering". Das Potenzial des Standortes liegt in der Präsenz aller Elemente einer erfolgreichen Entwicklung der Biotechnologie als Wirtschaftszweig: Grundlagenforschung, angewandte Forschung und die Umsetzung der Ergebnisse in jungen wirtschaftlichen Unternehmen.

Ein wichtiges Beispiel für den Erfolg des Standortes 2005 ist die erfolgreiche Ausgründung der nAmbition GmbH aus dem Biotechnologischen Zentrum der Technischen Universität Dresden. Sieben Millionen Euro haben Industrie, Universität und Bund investiert, um das jungen Unternehmen mit Sitz im BioInnovationsZentrum Dresden, das an der Schnittstelle zwischen Nano- und Biotechnologie arbeitet, zu ermöglichen. Die Förderung der nAmbition GmbH im Rahmen der InnoRegio-Initiative des BMBF gehört zu einem der wichtigsten Projekte des BioMeT Dresden Netzwerkes in diesem Jahr.

Ein Meilenstein für die Entwicklung Dresdens zu einem international führenden Pharma- und Biotechnologie Standort war die diesjährige Entscheidung des weltweit zweitgrößten Pharmakonzerns GlaxoSmithKline, sein Unternehmen Sächsisches Serumwerk zu erweitern und in den Dresdner Standort knapp 100 Mio Euro zu investieren. Mit dieser Erweiterung des Werkes wird die Impfstoffproduktion verdoppelt. Durch die Investition des Konzerns entstehen ca. 170 neue Arbeitsplätze. Damit wird die 170-jährige Geschichte des Pharmastandortes Dresden erfolgreich weitergeschrieben.

Von internationaler Bedeutung war auch die diesjährige Bekanntgabe der elbion AG über den Abschluss einer Finanzierungsrunde über insgesamt 35 Mio. Euro. Diese erste VC-Finanzierung des 2002 als Spin-off aus dem Arzneimittelwerk Dresden hervorgegangenen Unternehmen vereint ein internationales Konsortium am Standort. Die neuen Mittel sollen genutzt werden, um einen Wirkstoff gegen Phobien voranzubringen.

In wissensbasierten Industrien wie der Biotechnologie spielen für die wirtschaftliche Entwicklung neben den traditionellen Standortfaktoren insbesondere technologische Rahmenbedingungen und moderne Forschung eine entscheidende Rolle. Ein starkes Netzwerk international renommierter Forschungseinrichtungen ist essentiell für den Erfolg des Standortes. Und auch in der Weiterentwicklung dieser Kompetenz war 2005 für Dresden ein besonderes Jahr.

Gleich zwei Mal würdigte die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in diesem Jahr die herausragende Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandortes Dresden: im Mai 2005 wurde der TUD ein Sonderforschungsbereich zur Forschung an adulten Stammzellen genehmigt. Der SFB 655 ist der deutschlandweit erste SFB, der sich mit Stammzellen beschäftigt. Dieser Entscheidung folgte im September die Bestätigung des Dresdner Konzeptes für das erste Forschungszentrum auf diesem Sektor. Die Technische Universität Dresden (TUD) erhält mit dem Zentrum für Regenerative Therapien das erste Forschungszentrum der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den neuen Ländern. Dresden konnte sich damit im bundesweiten Wettbewerb um ein derartiges Forschungszentrum für Regenerative Therapien durchsetzen. Die Entscheidungen der DFG waren Meilensteine in der Entwicklung Dresdens zu einem international führenden Zentrum in der Grundlagenforschung an Stammzellen und der Entwicklung regenerativer Behandlungsstrategien für eine Vielzahl von Krankheiten.

Wesentliche Erkenntnisse für die Strahlentherapie von Krebserkrankungen sind vom diesjährig eröffneten "Zentrum für Innovationskompetenz für medizinische Strahlenforschung in der Onkologie" - kurz "ZIK OncoRay" - zu erwarten. In dem neuen Zentrum der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus arbeiten insgesamt 21 Experten der Medizin, Biologie, Physik und Mathematik an wissenschaftlichen Projekten, mit denen sie sich im weltweiten Vergleich auf einem Spitzenniveau bewegen. Mit den Forscherteams, die teilweise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden und den neuen Geräten ist das ZIK OncoRay einmalig in Europa. Damit ist es gelungen, am Standort Dresden ein 'Centre of Excellence' aufzubauen, das künftig Maßstäbe in der Strahlenforschung setzen wird und den Ausbau der Landeshauptstadt zu einem international bedeutenden Cluster der Biotechnologie/Life Sciences weiter voranzubringen.

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