Der Dresdner Flughafen als regionale Drehscheibe

Mitglieder von proDresden treffen sich im September in Klotzsche.

Als wäre es so bestellt: Als sich die Mitglieder von proDresden zu ihrem Treffen am 17. September auf dem Dresdner Flughafen einfanden, stand ein Airbus A320 neo bereit zum Abflug nach Frankfurt am Main. Flughafen-Chef Markus Kopp schwärmte von dieser Maschine. Im Juni hatte die Lufthansa mitgeteilt, dass sie der erste Betreiber der neuen A320-Generation ist. Das Wörtchen neo steht hierbei für „New Engine Option“. Das neuartige Getriebe soll eine 15 Prozent höhere Treibstoffeffizienz als bei vergleichbaren Modellen ermöglichen.

36 Mal pro Woche fliegt die Lufthansa von Dresden nach Frankfurt. 33 Mal nach München. Damit werde Dresden seiner Funktion als „regionale Drehscheine“ gerecht und sichere die Verbindungen zu den deutschen Großflughäfen.

Im Sommerflugplan gibt es bis zu 222 Starts pro Woche. 42 Ziele in 18 Ländern werden angeflogen. Das sind elf Ziele mehr als im Vorjahr. Zuwachs weist auch der Winterfahrplan aus. 184 Abflüge sind darin geplant, im Vorjahr waren es 173. Neben der Lufthansa sind die Fluggesellschaften Eurowings und Germania Stammkunden in Dresden. Kopp betonte vor den Wirtschaftsvertretern, wie wichtig der Flughafen für Ansiedlungsentscheidungen ist. Ohne ihn hätte es weder Infineon noch Bosch in Dresden gegeben. Größter Partner am Standort sind die Elbeflugzeugwerke. Einen kleinen Einblick erhielten die Gäste bei einer anschließenden Flughafenbesichtigung samt Feuerwehr.

Der 1935 gegründete Dresdner Flughafen beschäftigt derzeit 385 Angestellte. 29.216 Flugbewegungen gab es im vergangenen Jahr. Der Umsatz lag bei 44,2 Millionen Euro. 300 Mieter beziehungsweise Pächter gibt es auf dem Dresdner Flughafen. „Wir sind vollvermietet“, erklärte Kopp. Er kam 2006 von der Lufthansa in die Chefetage der Mitteldeutschen Flughafen AG. Zu dieser Airport Holding gehört neben dem Dresdner Flughafen der deutlich größere Flughafen Leipzig/Halle.

Kopp informierte aber auch über eine beträchtliche Anzahl von Flugausfällen in diesem Jahr. Hauptgründe dafür waren Personalprobleme und eine Bombenentschärfung. Diese hatte im Mai 35 Flugausfälle verursacht. Aber es gehe wieder aufwärts. Der August sei einer der besten Monate in der Unternehmensgeschichte am Dresdner Flughafen gewesen. Auch im September gebe es einen Zuwachs von acht Prozent. Bis zum Jahresende rechnet der Flughafen-Chef mit 1,75 Millionen Passagieren. „Man muss es aber auch ehrlich sagen, mehr als zwei Millionen sind für den Dresdner Flughafen illusorisch.“ Am Flughafen Leipzig/Halle wurden 2017 rund 2,37 Millionen Fluggäste und etwa 1,14 Millionen Tonnen Luftfracht registriert. Damit war dieser Airport der zweitgrößte Frachtflughafen in Deutschland.

Kopp zeigte sich vor den Vertretern von proDresden sehr zuversichtlich. Über seine eigene Perspektive sprach er jedoch nicht. Wenige Stunden vor dem Besuch der Wirtschaftsvertreter hatte der Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) personelle Veränderungen im Vorstand der MFAG beschlossen. So übernimmt Götz Ahmelmann ab dem 15 Oktober die Funktion des Vorstandsvorsitzenden der Mitteldeutschen Flughafen AG. Er tritt zugleich die Geschäftsführung der Flughafen Dresden GmbH an, informierte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dem Leitungsteam der Unternehmensgruppe gehören weiterhin Johannes Jähn, Vorstand und Geschäftsführer des Flughafen Leipzig/Halle GmbH, sowie Dieter Köhler, Generalbevollmächtigter, an. Markus Kopp, Vorstand der MFAG und Geschäftsführer der Flughafen Dresden GmbH, wird die Unternehmensgruppe verlassen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Kopp für die langjährige Tätigkeit, heißt es in der Pressemitteilung.

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